Hausbau Wiki

 

A -          Architekturleistung

       Architekturleistung
Ist die Architekturleistung oder Architektenleistung Bestandteil des Leistungspakets einer Hausbaufirma, bedeutet das, sie bietet die individuelle Hausplanung an. Ob Stadtvilla, Bauhaus oder Bungalow, jedes Haus gestaltet sie dabei zum Unikat. Damit trägt sie der Individualität eines jeden Bauherrn Rechnung. Da die Baufirma bereits mit einem Architekten zusammenarbeitet, muss der Architekt für die Hausplanung nicht gesondert gesucht werden. Gemeinsam mit der Baufamilie plant er das Einfamilienhaus unter Verwendung modernster Planungstechnik millimetergenau entlang ihrer Ansprüche, Bedürfnisse sowie ihrer Familienplanung. Gestaltungsmöglichkeiten beim Architektenhausbau von Grundriss, Hausgröße, Raumhöhe, Geschossaufteilung und Fassadengestaltung kennen nahezu keine Grenzen. Rahmenbedingungen für die Architekturleistung bilden einzig Grundstück, Bebauungsplan der Gemeinde sowie ggf. weitere örtliche Vorschriften.

Für ihre Häuslebauer halten Architekten und Bauunternhemen eine Vielzahl inspirierender Hauskonzepte breit, aus denen diese ein Typenhaus als Planungsgrundlage auswählen können. Alternativ erstellen sie mit ihnen ihr Traumhaus in völlig freier Planung. Beliebt beim Hausbau mit Architekturleistung sind u.a. moderne Stadtvillen, mediterrane Bungalows und Häuser im Bauhausstil mit Effizienzhaus-Standard.

 

 

 

Barrierefrei bauen

-        wenn das Haus sich dem Lebensalter anpassen muss.

 

 

Barrierefrei wohnen bedeutet oft Wohnkomfort und pure Lebensqualität im eigenen Haus zu schaffen, um ein Haus ein Leben lang bewohnen zu können. Beim Hausbau sollte man sich auch über das Wohnen im Alter rechtzeitig Gedanken machen.  Manchmal muss man in der Familie Menschen mit körperlichen Einschränkungen und damit verbundenen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden.

 

Wenn die Kinder noch klein sind, genießt man eine schwellenfreie Dusche genauso, wie im Alter. Eine Rampe zum Hauseingang - statt der üblichen Treppenstufen - kann den Weg mit dem Kinderwagen sehr erleichtern, später kann diese im Alter ebenfalls sehr gute Dienste leisten.

 

Es macht also Sinn, beim Hausbau auch schon an später zu denken, um sich später teure Umbaumaßnahmen zu ersparen. Ein grundsätzlich auf Barrierefreiheit ausgelegtes Bad ist mit wenigen Haltegriffen oder Sitzen schnell nachgerüstet und somit fit für den seniorengerechten Alltag.

 

Erfordert es ein Rollstuhl von vornherein, dass man barrierefrei wohnen muss, sollte das Badezimmer so viel Platz bieten, dass man im Bad auch mit dem Rollstuhl alles erreicht. Man sollte ihn auch drehen und wenden können und auch die Dusche sollte groß genug sein. Ein höhenverstellbarer Waschtisch und ein Badewannenlift machen Komfort bei der täglichen Körperpflege möglich.

 

 

Doch genug zum Bad, auch beim Rest des Hauses gibt es einige Dinge zu beachten.
Es beginnt schon bei Kleinigkeiten: Eine ausreichende Durchgangsbreite bei Türen, der stolperfreie Weg vom Wohnzimmer auf die Terrasse, eine Rampe vor dem Haus, Mobiliar; all das spielt eine Rolle bei der Erreichbarkeit von Alltagsgegenständen – Schon hier beginnt die Planung des barrierefreien Wohnens.

Grundsätzlich sollte man Treppen in einem barrierefreien Haus vermeiden, oftmals gibt das Grundstück keinen Platz für einen ebenerdigen Bungalow her oder der städtische Bebauungsplan sieht eine andere mehrgeschossige Bauweise vor. Da bleibt dann oft nur ein Treppenlift als einzige Alternative. Man sollte dabei auf ausreichend Platz an den Ein- und Ausstiegsflächen achten, damit man für einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe ausreichend Platz hat.



Eventuell sind elektrisch zu öffnende Türen und Fenster sowie elektrische Rollos sinnvoll, passend angebrachte Haltegriffe und entsprechende Gehhilfen sind weitere Hilfen im barrierefreien Alltag.

 

Auch die Küche lässt sich entsprechend gestalten. Hier sollte man darauf achten, dass sämtliche Küchengeräte leicht erreichbar und bedienbar sind. Voll ausziehbare Küchenfronten, tief angebrachte Küchenoberschränke oder geschickt platzierte Haushaltsgeräte bieten sind wertvolle Alltagshelfer.


Viele Hersteller haben sich bereits auf barrierefreie Küchen und Möbel spezialisiert.

Für das Schlafzimmer ein verstellbares elektrisches Bett, gesteuert durch eine Fernbedienung und einen Garderobenlift (Kleiderstange im Schrank, die einfach herausgezogen werden kann und dabei auf Greifhöhe abgesenkt wird). Das macht die Selbstständigkeit im Alltag wenigstens ansatzweise möglich. Die im Badezimmer angebrachten Hilfsmittel wie der höhenverstellbare Waschtisch und der Badewannenlift machen Komfort bei der täglichen Körperpflege möglich.

 

 

Was man bei der Grundrissplanung beachten sollte

 

 

Bei der Planung des Grundrisses des zukünftigen Eigenheims muss eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden. Persönliche Bedürfnisse, Geschmack, die Grundstücksgröße und natürlich auch der Geldbeutel spielen eine erhebliche Rolle beim Grundriss.

 

Zu großzügig zu planen ist teuer, denn jeder Quadratmeter kostet Geld. Hat man zu klein geplant, könnte das in der Zukunft zu einer echten Herausforderung werden. Also muss man sich auch schon Gedanken um die weitere Lebens- und Familienplanung machen.

Geschickt geplant kann ein Grundriss allen aktuellen und zukünftigen Lebenslagen gerecht werden. Maximale Raumausnutzung bei minimaler Platzverschwendung ist das A und O bei der Grundrissplanung.

 

Wohnraum sollte sich an verändernde Lebensumstände variabel anpassen können. Wer barrierefrei und flexibel plant, kann den Grundriss später gut auf neue Lebenssituationen anpassen und zum Beispiel zwei kleinere Kinderzimmer zu einem großen Raum zusammenlegen oder das Schlafzimmer aus dem ersten Stock ins Erdgeschoss verlegen. Immer praktisch sind breite Türen und ein geräumiges Bad. Erfahrungsgemäß lassen sich quadratisch zugeschnittene Räume leichter möblieren als rechteckige.

Benötigte Größe

 

Wichtig ist die Ermittlung des eigentlichen Wohnraumbedarfs. Im Durchschnitt hat ein  Einfamilienhaus in Deutschland zwischen 100 und 140 m² Wohnfläche. Die optimale Raumplanung ist aber auch abhängig vom Haustyp. Grundsätzlich sollte man sich über folgende Punkte Gedanken machen:

Möchte ich ebenerdig oder auf mehreren Etagen wohnen?
Welche örtlichen Bauvorschriften gibt es?
Wie viele Räume werden benötigt?
Benötigt man ein Gäste- oder Arbeitszimmer?
Ist ein Gäste-WC vorgesehen?
Wie viele Badezimmer sollen vorhanden sein?
Ist eine Sauna geplant?
Erfüllt man sich den Traum vom offenen Kamin im Wohnbereich?
Wird ein Hauswirtschaftsraum oder ein Keller benötigt?
Wie viele Kinderzimmer werden benötigt?
Man sollte mindestens mit 30 – 40 m² für das Wohnzimmer rechnen, 10 m² für die Küche, 6 -12 ² für das Bad und 15 -20 m² für Schlaf- bzw. Kinderzimmer.

 

Je schlauchartiger (oder verwinkelter) eine Grundfläche, desto schwieriger wird die Raumaufteilung, vor allem für Familien, wo viele Bedürfnisse nebeneinander und annähernd gleichberechtigt berücksichtigt werden wollen.
Steht mehr Grundfläche zur Verfügung, ist ein Quadrat optimal für eine Raumorganisation, die viele Wünsche berücksichtigen kann.

 

 

Anpassung an das Grundstück

Bei der eigenen Grundrissgestaltung sollte man auch beachten, dass bereits das Grundstück die Grundrissplanung bestimmt. Denn dieses beeinflusst maßgeblich die Form und Größe des Hauses.
Bei der Bedarfsermittlung des Wohnraumes ist meist ein Architekt behilflich. Dabei sollten Sie jedoch vorab definieren können, welche Funktion Ihr Haus erfüllen soll.
Daneben sind persönliche Vorlieben zu berücksichtigen: Wer von der Morgensonne geweckt werden will, richtet das Schlafzimmerfenster nach Osten aus, wer zum Feierabend noch Sonne genießen möchte, kann das auf einer Westterrasse. Der Hauseingang, die Wirtschaftsräume und die Bäder sollten möglichst nach Norden, die Wohnräume nach Süden ausgerichtet werden.

 

Der Eingangsbereich
Oft wird der Eingangsbereich bei der Planung vernachlässigt und später ist es sehr ärgerlich, wenn der Eingangsbereich zu klein geplant und schlecht Ordnung zu halten ist. Es sollte deshalb an ausreichend Platz für Stauraum von Schuhen, Jacken, Tornistern und Taschen geschaffen werden.

 

 

Der Wohnbereich als Lebensmittelpunkt
Das Herz des Hauses ist dort, wo sich alle Bewohner treffen und gesellige Abende mit Freunden verbracht werden. Ganz klassisch ist dafür das Wohnzimmer mit angeschlossener Terrasse vorgesehen. Es sollte daher eine entsprechende Größe und somit Platz bieten.

 

Die Frage, die man sich grundsätzlich an dieser Stelle stellen muss, betrifft die Wahl zwischen einem offenen Grundriss und separaten Raumeinheiten. In typischen Einfamilienhäusern sind die Räume geschlossen. In den letzten Jahren hat sich jedoch eher der offene Grundriss durchgesetzt. Oftmals werden Küche, Wohnzimmer und Essbereich zu einem großen offenen Bereich zusammen gelegt oder Küche und Essbereich. Der dadurch entstandene Großraum macht einen sehr offenen Eindruck, gibt freie Sicht und vor allem viel Licht. Auch Wohnküchen mit ausreichend Platz für eine Sitzecke, einen großen Tisch oder einer modernen Ess – oder Kochinsel sind mittlerweile sehr beliebt.

 

Die Schlafbereiche

Ein gut geschnittenes Zimmer sollte mindestens eine drei Meter fortlaufende Wand aufweisen, damit ein kompakter Kleiderschrank oder auch eine Schrankwand Platz finden. Planen Sie für die Zukunft: Falls Sie Kinder haben oder später gern Kinder haben möchten, sollten Sie sich auch Gedanken über die Größe der Kinderzimmer machen. Solange die Kinder klein sind, kommen sie leicht mit wenig Platz aus und können sich sogar zu zweit ein Zimmer teilen. Doch sobald die Kinder anfangen richtig zu spielen oder Freunde mitzubringen, ändert sich die Situation. Es sollte also überlegt werden, entweder die Kinderzimmer etwas größer zu planen. Man sollte sich auch direkt um einen eventuellen Ankleideraum am Elternschlafzimmer Gedanken machen.

 

 

Das Bad

Spätestens ab vier Personen sollte man sich überlegen, ein zweites Bad zu bauen, um den morgendlichen Andrang zu verringern. Zwei Bäder mit WC, eines für die Kinder und eines für die Eltern, kann das gemeinschaftliche Leben wesentlich stressfreier gestalten.

 

Der Keller

Ob man mit Keller baut oder ohne, ist nicht nur eine finanzielle Frage. In manchen Baugebieten darf man das auch leider nicht. Baut man ohne Keller, braucht man im Erdgeschoss einen Hauswirtschaftsraum, der nicht nur Platz für die Heizanlage bieten sollte, sondern auch für Waschmaschine, Trockner und vor allem für Stauraum.
Baut man mit Keller, hat man eventuell sogar noch Platz für zusätzlichen Wohnraum oder einen Hobbyraum geschaffen.

 


 

 

Gästezimmer und oder Arbeitszimmer

 

Bei Besuch kann es in einem Haus schnell eng werden. Da ist ein Gästezimmer genau das Richtige, denn dort kann sich der Besuch auch mal zurückziehen. Auf der anderen Seite ziehen die Kinder auch irgendwann aus und der dann überschüssige Raum kann dann in Gästezimmer umgewandelt werden. Man kann auch eine Kombination aus Gäste- und Arbeitszimmer einrichten, die je nach Bedarf genutzt werden kann.

 

 

Architektenleistung nach HOAI
Die klassischen, vom Architekt oder Ingenieur erbrachten Leistungen beim Hausbau sind in der HOAI strukturiert dargelegt. Fachlich vermerkt sie diese unter „Leistungsbilder“, zeitlich unter „Leistungsphasen“, wobei nicht alle Leistungsbilder sämtliche Leistungsphasen enthalten. Beispiele für Leistungsbilder sind „Tragwerksplanung“, „Gebäude und Innenräume“ und „Flächennutzungsplan“. Insgesamt umfasst die HOAI 9 Phasen der Architektenleistung:

1. Grundlagenermittlung (Anteil an der gesamten Architekturleistung: 2%), 2. Vorplanung (7%), 3. Entwurfsplanung (15%), 4. Genehmigungsplanung (3%), 5. Ausführungsplanung (25%), 6. Vorbereitung der Auftragsvergabe (10%), 7. Mitwirkung bei der Vergabe (4%), 8. Bauüberwachung (32%), 9. Objektbetreuung und Dokumentation (2%), gesamt: 100%.

 

Abriss des alten Gebäudes und Neubau bringen zahlreiche Vorteile mit sich: So kann die Hausbaufirma der Baufamilie ein Einfamilienhaus mit einer Architektur und Raumaufteilung nach ihrem Geschmack bauen oder es – beim Abriss ohne Keller – auf das vorhandene Kellergeschoss setzen. Wohngesunde und energieeffiziente Materialien und eine Haustechnik auf dem neuesten Stand machen dieses Haus aus. Alte Häuser, insbesondere der Nachkriegszeit, lassen sich nur mit sehr großem Aufwand oder gar nicht in diesen Zustand versetzen. In der Regel muss für den Abriss eines Gebäudes eine Genehmigung erteilt werden. Beträgt sein Umbauter Raum weniger als 300 m³, ist sein Rückbau genehmigungsfrei. Wie lange dauert der Abriss eines Hauses? Der Abbruch von einem Einfamilienhaus ohne Keller nimmt mit Aufräumen circa 1 ½ Tage in Anspruch

Die Baubeschreibung (BLB) wird oft nur verkürzt Baubeschreibung oder Leistungsbeschreibung genannt. Bauherren soll die BLB in Kenntnis setzen, welche Leistungen von Baufirmen oder Bauträgern erbracht werden und welche nicht. Bauinteressierte sollten sich diese deshalb bereits vor Abschluss des Bauvertrages aushändigen lassen. Missverständnissen zum Qualitäts- und Ausbaustandard kann so schon im Hausbau-Vorfeld vorgebeugt werden. Wird die Baubeschreibung im Rahmen einer Ausschreibung von dem teilnehmenden Architekten dem Leistungsverzeichnis beigelegt, können Hausbaufirmen ihre Angebotspreise exakter kalkulieren. Sobald die Bauleistungen an die einzelnen Gewerke übergeben werden, wird die Leistungsbeschreibung Bestandteil des Bauvertrags. Auch verlangen Banken bei der Beantragung eines Baukredits oft die Vorlage der Beschreibung.

Bebauungsplan - Planungsinstrument zur städtebaulichen Ordnung
Der Bebauungsplan (B-Plan) ist Bestandteil der Bauleitplanung, er bestimmt rechtskräftig, wie man auf einem Grundstück bauen darf. Innerhalb des zweistufigen bauplanungsrechtlichen Verfahrens legt die Gemeinde im Flächennutzungsplan (vorbereitende Bauleitplanung) zunächst die Grundzüge der Bodennutzung auf der gesamten Gemeindefläche fest. Aus diesem erarbeitet sie im nächsten Schritt die konkreten Bebauungspläne (verbindliche Bauleitplanung) für Teilbereiche des Gemeindegebiets. Der Bauleitplan ist Planungsinstrument zur städtebaulichen Ordnung. Im Allgemeinen besteht der Bebauungsplan selbst aus zwei Teilen:

• Teil A: Planzeichnung (im Maßstab 1:500 oder 1:1.000) und

• Teil B: textlicher Teil.

Zwingend vorgeschrieben ist die Einbringung beider Teile nicht, so kann der B-Plan beispielsweise nur den Textteil inklusive Erläuterung über Sinn und Zweck der Bebauungsplanung enthalten. Diese Darlegung ist laut BauGB verpflichtend.

Ein Bodengutachten sollte für eine solide Planung vor dem Hausbau unbedingt beauftragt werden. Das Baugrund- und Gründungsgutachten dient als Berechnungsgrundlage für die sichere Bauwerksgründung und die dementsprechende Kostenkalkulation.

Bei einem Baugrund- und Gründungsgutachten wird an den geplanten Hausecken mit einem Kernbohrer Erde entnommen. Für ein Haus mit zwei Meter hohem Keller reicht die Bohrung etwa fünf bis sechs Meter in die Tiefe. Damit erreicht sie drei Meter unterhalb des späteren Hausfundaments gelegene Bereiche. Was beinhaltet ein Bodengutachten? Baugrundgutachten verschaffen u.a. Klarheit über Tragfähigkeit des Baugrunds, optimale Gründung von Bauwerkslasten, Tiefe und Lage des Grundwasserverlaufs, Drainage und Wasserhaltung, Standfestigkeit von Böschungen sowie evtl. vorhandene Schadstoffe. Schon vor der Altlastenuntersuchung lässt sich bei einem Gang zum Altlastenkataster der Gemeinde feststellen, ob es sich bei dem Grundstück um Altlastenverdachtsfläche handelt. Bei Fragen zur Baugrunduntersuchung können Bauherren jederzeit ihren persönlichen hebelHAUS Partner kontaktieren

Bevor die Erdarbeiten starten können, sollten die Bodenverhältnisse geklärt sein. Örtliche Hausbaufirmen kennen die Bodenbeschaffenheiten gut und können Preise für Erdarbeiten somit recht genau kalkulieren.

Bestehen Zweifel an den Bodenverhältnissen, empfiehlt es sich, ein Bodengutachten zu beauftragen. Eine mangelnde Tragfähigkeit des Bodens oder Fels im Untergrund würden Maßnahmen wie die Baugrundverstärkung durch Bohrpfähle beziehungsweise eine Sprengung notwendig machen. Zusätzlich gibt ein Bodengutachten Auskunft darüber, ob in die Baugrube eine Drainage oder Sauberkeitsschicht eingebracht werden muss und ob die Abdichtung der Fundamentplatte mit einer PE-Folie erforderlich ist.

Erdarbeiten Preise richten sich nach Bodenklassen
Allgemeine Angebote für Erdarbeiten gehen von optimalen Gegebenheiten wie idealen Bodenbeschaffenheiten und genügend Platz an den Grundstücksseiten zur Lagerung des Erdaushubs aus. Tatsächlich berechnen sich die realen Preise für Erdarbeiten pro m³ nach den Bodenklassen 3 bis 7. Die Bodenklassen 3-5 bilden die besten Bodenbeschaffenheiten ab.

Klasse 1
Oberboden (Mutterboden): die oberste Schicht des Bodens, die neben anorganischen Stoffen auch Humus und Bodenlebewesen enthält;

Klasse 2
Fließende Bodenarten: Diese geben das Wasser schwer ab und sind von fließender bis breiiger Konsistenz;

Klasse 3
Leicht lösbare Bodenarten: Nichtbindige bis schwachbindige Sande, Kiese und Sand-Kies-Gemische mit bis zu 15 Gew.-% Beimengungen an Schluff und Ton und mit höchstens 30 Gew.-% Steinen;

Klasse 4
Mittelschwer lösbare Bodenarten: bindige Gemische von Sand und Kies mit einem Anteil von mehr als 15 Gew.-% Schluff und Ton und höchstens 30 Gew.-% Steinen. Sie sind von weicher bis mittlerer Plastizität;

Klasse 5
Schwer lösbare Bodenarten: Bodenarten der Klassen 3 und 4 mit mehr als 30 Gew.-% Steinen, nichtbindige und bindige Bodenarten mit höchstens 30 Gew.-% Steinen und ausgeprägt plastische Tone, die je nach Wassergehalt weich bis fest sind; Klasse 6: leicht lösbarer Fels und vergleichbare Bodenarten; Klasse 7: schwer lösbarer Fels. Die Unterscheidung zwischen leicht und schwer lösbarem Fels erfolgt nach DIN 18300 rein nach der Klüftigkeit 

Bungalows liegen wieder im Trend bei jung und alt. Modern, praktisch und sehr komfortabel. Das ebenerdige Wohnen erfreut sich auch bei jungen Familien größter Beliebtheit. Alle Räume sind ohne Treppensteigen stufenlos erreichbar, was das Unfallrisiko bei Kleinkindern oder auch bei Senioren verringert. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Wohnfläche sind vielseitig,

Sehr ansprechend wirken Winkel-Bungalows mit L, Z oder U-förmigem Grundriss. Auf Wunsch kann Ihr Bungalow barrierefrei geplant und gebaut werden. So treffen Sie schon heute die nötige Vorsorge für seriorengerechtes oder barrierefreies Wohnen auf einer Ebene.

Ein Carport ist ein an ein Wohngebäude angebauter bzw. in ein Wohngebäude integrierter oder frei stehender Unterstand für Autos. In der Regel besteht ein Carport aus Holz, Stahl oder Aluminium, es gibt jedoch auch Ausführungen aus Kunststoff. Carports haben ein Flachdach, hochwertigere Ausführungen verfügen über aufwändigere Konstruktionen wie etwa ein Satteldach, Walmdach oder ein Tonnendach. Ein Carport kann zu allen Seiten offen sein, wobei auch Elemente angeboten werden, mit denen einzelne Segmente ganz oder teilweise geschlossen werden können.

Oftmals sind Carports genehmigungspflichtig. Man sollte sich auf jeden Fall vor dem Bau oder Kauf eines Carports bei seiner zuständigen Stadtverwaltung erkundigen, ob eine Genehmigungspflicht besteht und diese gegebenenfalls einholen.

 

Oftmals eine schöne Alternative zum freistehenden Einfamilienhaus für befreundete oder miteinander verwandte Familien. Für eine Doppelhaushälfte ist weniger Grundstücksfläche notwendig, als für ein freistehendes Haus. Die Kosten für das Baugrundstück fallen entsprechend geringer aus.

Ein Doppelhaus setzt sich aus zwei meist gleich großen Haushälften zusammen, die in der Mitte durch eine Wand getrennt sind. Der Wohnkomfort ist mit einem freistehenden Haus aufgrund der heutigen Möglichkeiten zur Schalldämmung jedoch durchaus vergleichbar. Wer geringe Baukosten schätzt, sich einen großen Garten wünscht und auch bisher mit seinenNachbarn gut leben konnte,  dem verspricht eine Doppelhaushälfte hohen Wohnstandard zum günstigen Preis.

Ein Flachdach oder leichtes Gefälledach, das sorgfältig abgedichtet und vor Durchwurzelung geschützt ist. In speziellen Pflanzerden, den sog. Substraten, werden wasserspeichernde Pflanzen gesetzt, die auch Trockenperioden überstehen, so z.B. Sedum. In diesem Fall spricht man von Extensivbegrünung. Eine Intensivbegrünung bis hin zum Dachgarten mit Büschen und kleinen Bäumen ist ebenfalls möglich, wenn dies die Statik zuläßt. Gründächer tragen zur Klimaverbesserung und zur Wärmedämmung bei. Insbesondere leisten sie einen Beitrag, um Schäden durch die zunehmende Verdichtung von Grünflächen auszugleichen. Bei Gewerbe-Neubauten mit Flachdächern werden aus diesem Grund immer mehr Gründächer bauamtlich vorgeschrieben.

Dachsteine sind Dachpfannen auf Zementbasis wie beispielsweise die Frankfurter Pfanne. Sie gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen. Sie bestehen in der Regel aus rund 70 % klassiertem Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis. Dachsteine unterscheiden sich durch ihre Form, Abmessungen, der Seitenfalzausbildung, der Fußverrippung und dem Überdeckungsbereich. Zu jeder Dachstein-Modellreihe gibt es zahlreiche Formsteine. Im Gegensatz zum Ziegel werden sie nicht komplett gebrannt. Dachsteine aus Beton nehmen kein Wasser auf, weswegen eine zusätzliche, kostspielige Imprägnierung entfällt.

Obwohl Dachsteine streng genommen keine Steine sind, haben sie doch alle guten Eigenschaften, die auch ein Stein hat. Sie sind hart wie Stein, enorm robust und haben eine Haltbarkeit von 30 - 50 Jahren. Sie liegen sicher auf dem Dach, sind extrem bruchfest und frostbeständig und härten im Laufe der Jahre weiter aus. Und sie besitzen eine hervorragende Ökobilanz. Ihre Hightech-Seite sorgt dafür, dass sie lange sauber bleiben und Funktionen erfüllen, wie es eben nur ein Dachstein kann. 

Ihre Färbungen erhalten Dachsteine durch beigemischte Farbpigmente auf Eisenoxidbasis oder durch das Aufbringen einer Kunststoff-Farbbeschichtung. 

Der Begriff Effizienzhaus ist ein Energiestandard für Wohngebäude, den die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingeführt hat. Effizienzhäuser sind Gebäude, die sich durch eine besonders energieeffiziente Bauweise und Gebäudetechnik auszeichnen und die eine höhere Energieeffizienz erreichen als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Gemessen wird die Energieeffizienz eines Gebäudes anhand des Transmissionswärmeverlustes (Wärmeverlust durch die Gebäudehülle wie Dämmung und Fenster) und darauf aufbauend des Jahresprimärenergiebedarfs (einen großen Einfluss hat der genutzte Energieträger). Für diese Kennzahlen definiert die jeweils gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) die Ermittlung von Referenzwerten. Darauf aufbauend erfolgt die Zuordnung in verschiedene staatliche Förderstandards der KfW. Es gelten verschiedene KfW-Effizienzhaus-Standards für Neubauten und energetische Sanierung von Bestandsimmobilien.

 

weitere Informationen

Eine Einliegerwohnung kann auf verschiedene Art und Weise genutzt werden: Zum einen eignet sie sich ideal für zwei Personen oder für den in der Ausbildung oder im Studium befindlichen Nachwuchs. Großeltern oder eventuell hilfsbedürftig gewordene Familienmitglieder können mit einziehen. Auch als Arbeitsstätte ist eine Einliegerwohnung hervorragend geeignet. Zum anderen kann sie als Miet- oder Ferienwohnung genutzt werden und somit ein zusätzliches Einkommen erbringen. Wenn Sie also keine zweite große Familienwohnung benötigen, können Sie mit der Einliegerwohnung eine Menge Geld sparen.

Wenn Sie sich für eine Einliegerwohnung entscheiden, wird das „normale“ Einfamilienhaus im Prinzip nur erweitert; die Hausart ändert sich nicht.

Auch interessant: Bauherren, deren Haus die Anforderungen der KfWStandards erfüllt, können die zinsgünstigen Darlehen gleich zweimal in Anspruch nehmen – und zwar für jede Wohneinheit.

Baurechtlich betrachtet, ist die Bedeutung Einfamilienhaus schon eindeutiger festgelegt. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Haus für eine Familie. Natürlich muss nicht zwangsläufig eine Familie darin wohnen, aber es muss sich zum dauerhaften Bewohnen eignen.

In der Gruppe Einfamilienhaus unterscheidet man nach dem Baustil des Hauses in Bungalow, Fachwerkhaus, Villa, Stadthaus, Friesenhaus, Schwedenhaus, Kubushaus und noch einige mehr.  Reihenhäuser und Doppelhaushälften hingegen zählt man ebenfalls zu den Einfamilienhäusern. Allerdings müssen die Bauplätze für solche Bauprojekte dann auch im Bebauungsplan gesondert ausgewiesen werden. Diese Begriffe sollen die besondere Bauart, den besonderen Baustil für das Einfamilienhaus besser beschreiben. Jedes Einfamilienhaus, das nicht in diese Untergruppierung passt, wird allgemein eben nur als Einfamilienhaus oder auch Giebelhaus bezeichnet.

Egal, ob Reihenhaus, Doppelhaus oder freistehendes Haus: Einfamilienhäuser gibt es in den unterschiedlichsten Baustilen. Vom nordisch anmutenden Friesenhaus mit Reetdach bis zum historischen Fachwerkhaus und vom supermodernen Bauhauskubus bis zur neoklassizistischen Villa sind der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Einfamilienhäuser können in Aussehen und Bauweise also deutlich voneinander abweichen. Durch unterschiedliche Dachformen, wie Flach-, Pult-, Walm- oder Satteldach kann man ein und demselben Haus einen völlig anderen Look geben.

Wochenend-, Sommer-, Garten- und Ferienhäuser fallen nicht in die Kategorie Einfamilienhaus.

Fußbodenheizung: behaglich, ideal für Allergiker
Frühere Fußbodenheizsysteme verursachten durch zu hohe Temperaturen oftmals Venenprobleme. Da die maximalen Oberflächentemperaturen der Heizsysteme in der DIN EN 1264 (alt DIN 4725) heute genau geregelt sind, treten diese Probleme nicht mehr auf. So dürfen Temperaturen im Aufenthaltsbereich 29 °C, im Bad 33 °C und in den Randzonen 35 °C nicht überschreiten. Fußbodenheizungen geben ihre Heizwärme über die gesamte Bodenfläche ab, damit sind warme Füße garantiert. Zu 2/3 besteht die abgegebene Wärme aus angenehmer Strahlungswärme, die auch an Decke und Wänden abstrahlt und dadurch als wärmer empfunden wird. So kann die Raumtemperatur niedriger gehalten werden (etwa 2 bis 3 Grad) als bei herkömmlichen Heizungen. Die geringe Luftzirkulation vermeidet außerdem Staubaufwirbelungen, damit ist ein Flächenheizsystem ideal für Allergiker. Zudem überzeugen Flächenheizungen mit Gestaltungsvorteilen: Sie lassen Heizkörper entfallen und die Gesamtfläche voll ausnutzen.

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf von einem Grundstück oder Grundstücksanteil erhoben wird. Wie Notarkosten und ggf. Maklergebühr gehört sie zu den Grundstücksnebenkosten, die wiederum Teil der Baunebenkosten sind.

Der Grunderwerbsteuer (GrESt) liegt das Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) zugrunde, das am 26. Februar 1997 verabschiedet und zuletzt am 02. November 2015 geädert wurde. Bei ihr handelt es sich um eine Ländersteuer, die diese an die Kommunen weitergeben können. 

Erwirbt der Bauherr Haus und Grundstück von voneinander unabhängigen Anbietern, zahlt er die Steuer nur auf den Grundstückspreis. Falls der Bauherr von einer Baufirma ein fertiges Haus samt Grundstück kauft, fällt die Grunderwerbssteuer auf die komplette Kaufsumme an. Die Rechnung über den Steuerbetrag trifft circa sechs bis acht Wochen nach Beurkundung beim Bauherrn ein, der dann exakt einen Monat Zeit hat, um diesen an das Finanzamt zu bezahlen.

Die Bundesländer können die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst festlegen. Der niedrigste Steuersatz in Deutschland liegt 2018 bei 3,5% (bis 1997 betrug er nur 2%), der höchste bei 6,5%. Seit 2006 dürfen Bundesländer ihren Grunderwerbsteuersatz selbst festlegen.

Wann ist die Grunderwerbsteuer nicht fällig? U.a. sind folgende Vorgänge von der Steuer befreit:

 

  • • Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie, deren Wert 2.500 Euro unterschreiten
  • • Grundstücksverkauf zwischen Ehegatten oder Eltern und Kindern
  • • Übertragung durch Schenkung zwischen Ehegatten/Lebenspartnern oder Eltern und Kindern
  • • Erwerb durch Miterben zwecks Nachlassteilung

 

Kaufpreis 200.000 €:

Bundesland Steuersatz alt Erhöhung ab Steuersatz neu Grunderwerbssteuer in €
Baden-Württemberg 3,5 % 05.11.2011 5% 10.000 €
Bayern 3,5 % - - 7.000 €
Berlin 4,5 % 01.01.2014 6% 12.000 €
         
         
         





Steuersatz alt
Erhöhung ab
Steuersatz neu
Kaufpreis: 200.000 €
Baden-Württemberg

3,5 %
05.11.2011
5,0 %
10.000 €
Bayern
3,5 %
 
keine Änderung
7.000 €
Berlin
4,5 %
01.01.2014
6,0 %
12.000 €
Brandenburg
5,0 %
01.07.2015
6,5 %
13.000 €
Bremen
4,5 %
01.01.2014
5,0 %
10.000 €
Hamburg
3,5 %
01.01.2009
4,5 %
9.000 €
Hessen
5,0 %
01.08.2014
6,0 %
12.000 €
Mecklenburg-Vorpommern
3,5 %
01.07.2019
6,0 %
10.000 €
Niedersachsen
4,5 %
01.01.2014
5,0 %
10.000 €
Nordrhein-Westfalen
5,0 %
01.01.2015
6,5 %
13.000 €
Rheinland-Pfalz
3,5 %
01.03.2012
5,0 %
10.000 €
Saarland
5,5 %
01.01.2015
6,5 %
13.000 €
Sachsen
3,5 %
 
keine Änderung
7.000 €
Sachsen-Anhalt
3,5 %
01.03.2012
5,0 %
10.000 €
Schleswig-Holstein
5,0 %
01.01.2014
6,5 %
13.000 €
Thüringen
5,0 %
01.01.2017
6,5 %
13.000 €
Stand:1.1.2019
Grunderwerbsteuer sparen: Tipps und Tricks
Wann ist die Grunderwerbsteuer nicht fällig? U.a. sind folgende Vorgänge von der Steuer befreit:
• Bei Nutzung der Immobilie für ein Unternehmen oder als Freiberufler Grunderwerbsteuer als Betriebsausgabe geltend machen
• Bei Vermietung die Steuer als Werbungskosten absetzen

Das Grundbuch wird vom örtlichen Grundbuchamt geführt. In den meisten Gemeinden ist das Grundbuchamt meist eine Abteilung des Amtsgerichtes.

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das alle Grundstücke des jeweiligen Bezirks enthält. Es genießt öffentlichen Glauben. Jedem, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, ist Einsicht zu gewähren. Grundsätzlich kann also jeder mit einem berichtigten Interesse Einsicht in das Grundbuch erhalten. Ein solches Interesse können zum Beispiel Käufer darlegen, Notare sind hingegen von der Darlegung eines berechtigten Interesses befreit.

Im Grundbuch sind folgende Punkte vermerkt:

  • Grundsätzliche Informationen
    Dazu zählen die Aktennummer des Grundbuchblattes, das zuständige Amtsgericht, der Grundbuchbezirk

  • Bestandsverzeichnis:
    Lagebezeichnung sowie Flurnummer, Flurstück und Gemarkung festgehalten. Außerdem sind weitere Informationen wie die Größe des Grundstücks enthalten.

  • Eigentumsverhältnisse
    Angaben zu den Eigentümern und möglichen Erbbauberechtigten. Wechselt eine Immobilie den Besitzer, müssen die Grundbucheinträge aktualisiert werden.

  • Lasten und Beschränkungen
    Lasten können etwa Nutzungsrechte oder Vorkaufsrechte sein

  • Grundpfandrechte
    Das sind Hypotheken, Grundschulden und Rentenverschulden

Auf Basis individueller Wünsche, der Grundstücksgegebenheiten und rechtlicher Bestimmungen (z.B. Grünordnungsplan, Bebauungsplan, Nachbarrecht) unterbreitet der Gartenplaner erste Vorschläge der Gartenplanung. Bei der Einteilung in Funktionsbereiche wie Zugang/Eingangsbereich, Parken, Sitzen (in der Morgen- oder Nachmittagssonne oder an schattigen Plätzchen), Spielen/Erholen, Grillen/Feiern, Obst-/Gemüse-/Kräutergarten, Entsorgung (Mülleimer und Kompost), Wäschetrocknen sowie Geräte und Gartenmöbel unterstellen (Gartenhaus) beginnt der Garten, erste Gestalt anzunehmen. Terrasse, Pergola, Teich und Pool schaffen wonnige Ruhebereiche. Die Grundlage der Bepflanzung bildet ein wintergrünes Gerüst. Farben gleichzeitig blühender Blumen sollten unbedingt miteinander harmonieren.

Wie viel kostet Gartenplanung?
Pflastersteine, Carport, Zäune, Hecken und Bäume können passend zum vorhandenen Baubudget ausgesucht werden. Hecken oder Sichtschutzmatten an den Grundstücksseiten zu Nachbargrundstücken sind eine Kosten mindernde Alternative zu Zäunen. Baunebenkosten für den Garten lassen sich anhand einer Formel errechnen, deren Grundlage die Grundstücksgröße ist. Pro Quadratmeter Grundstück sind etwa 30 bis 70 Euro in die Finanzplanung mit aufzunehmen. Für ein 1.000 Quadratmeter großes Grundstück können Kosten der Gartengestaltung somit zwischen 30.000 und 70.000 Euro liegen. Durch Einbringung von Eigenleistung lassen sich weitere Kosten sparen.

Im Grundbuch existiert für jedes Grundstück ein eigenes Blatt, je nach Lage auf der Gemarkung der Gemeinde oder Stadt besitzt dieses eine Nummer. Die Grundbucheintragung enthält Rechte, verzeichnet in den Abteilungen I – III. Abteilung I benennt den Eigentümer. In den Abteilungen II und III sind Belastungen und Beschränkungen festgeschrieben. Für die Finanzierung ist Abteilung III die bedeutendste, sind hier doch die Finanzierungsränge eingetragen: (Erster Finanzierungsrang: bis 60 Prozent des Beleihungswerts, zweiter Finanzierungsrang: bis 80 bzw. 90 Prozent, dritter Rang: bis 100 Prozent.) Im Versteigerungsfall hat der erste Finanzierungsrang zuerst Anspruch auf Gelder.

Die Grundbucheinsicht ist kostenlos, doch für jede Grundbucheintragung fallen Kosten an – ob Eintragung, Löschung der Grundschuld nach Tilgung oder Abtretungen. Die Kostenhöhe richtet sich nach Kostenordnungen und den Grundstückskosten. Notargebühren für den Grundbucheintrag plus Grundbuchkosten belaufen sich insgesamt auf etwa 2,0 Prozent des Grundstückspreises.

Für den Bau einer Garage ist eine gute Vorplanung ebenso wichtig wie die mängelfreie Ausführung bzw. Montage der Fertiggarage. Bei individuellen Konstruktionen oder aufwändigen Baugründen sind spezielle Aspekte zu beachten. Unterstützung bieten ein Planer, der Garagenhersteller und die Baubehörde. Ebenfalls wichtig ist es, bereits im Vorfeld abzuklären, ob, bzw. unter welchen Bedingungen für die Garage eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Soll auf dem Grundstück eine Garage errichtet werden, gibt es vieles zu bedenken. Zu den wichtigen Vorüberlegungen gehören insbesondere:

Konstruktion und Material: Die Garage kann als Fertiggarage in Beton, Stahl oder Holz errichtet werden, ebenso möglich ist es, eine individuelle Garage Stein auf Stein zu planen.
Die richtige Größe: Bei der Planung der Größe muss nicht nur an das aktuell vorhandene Fahrzeug, sondern auch an die Zukunft gedacht werden. Größere Fahrzeuge benötigen auch größere Garagen, soll irgendwann ein zweites Auto angeschafft werden, bietet sich der Bau einer Doppelgarage an.
Die Lage auf dem Grundstück: Garagen sollten möglichst günstig in Bezug auf die Einfahrt und das Wohngebäude liegen. Wahlweise kann die Garage als Einzelbauwerk errichtet oder an das Wohnhaus angebaut werden.
Wer errichtet die Garage: Um Baufehler und spätere Mängel an der Garage zu vermeiden, sollte ein seriöser Hersteller gewählt werden. Je nachdem, ob die Wahl auf eine Fertig- oder eine gemauerte Garage fällt, sollten bei den Anbietern mehrere Angebote eingeholt werden. Entscheidend dabei: Die angebotenen Leistungen müssen vergleichbar sein.

Haftputze zeichnen sich durch eine besonders gute Haftfähigkeit auf schwierigen Untergründen aus. Man unterscheidet Gips-, Gips-Kalk- und Kalk-Zement-Putze. Gips- und Gips-Kalk-Putze werden im Innenbereich auf Wand- und Deckenflächen verwendet. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Gipsputze für stark saugende Untergründe wie Porenbeton. Haftputze auf Kalk-Zement-Basis können im Innen- und Außenbereich auf Wand- und Deckenflächen verwendet werden. Haftputze werden häufig durch Filzen auf den Untergrund aufgetragen.

Eine Fassade aus Holz lässt sich sehr gut mit moderner Architektur verbinden und bietet dabei dennoch ein angenehmes Maß an Natürlichkeit und Wärme. Holz steht für Natur und Nachhaltigkeit, leichte Bearbeitung und eine schnelle, nahezu jahresunabhängige Montage. Den idealen Wandaufbau bietet die vorgehängte Fassade.

Ein großer Vorteil von Holz an der Fassade ist die Möglichkeit der Vorfertigung, denn ideale Bedingungen während der Fertigung, moderne Fertigungstechnik und computergestützte Produktionsprozesse gewähren eine hohe Qualität der Produkte. Die hohe Passgenauigkeit der Elemente erleichtert die Montage und die Bauzeiten werden verkürzt. Holzfassaden können unter Berücksichtigung des konstruktiven Holzbaus zum Schutz gegen Durchfeuchtung eine lange Lebensdauer aufweisen.

Als Holzarten kommen zum einen die einheimischen Nadelhölzer Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie in Frage. Aber auch die Laubhölzer Robinie oder Kastanie eignen sich für die Fassadenbekleidung. An wetterexponierten Außenwänden ist es hingegen empfehlenswert, resistentere Holzarten wie Redwood, Western Red Cedar oder Eiche einzusetzen.

Grundsätzlich kann Holz in Form von Profilbrettern, Schindeln oder Platten verwendet werden. Während Bretter durch unterschiedliche Schalungsarten und Ausrichtungen großen Gestaltungsspielraum geben, wirken Platten besonders großzügig. Schindeln werden seltener verwendet. Profilbretter können vertikal, horizontal oder diagonal ausgerichtet und mit offenen oder geschlossenen Fugen ausgeführt werden. 

Individuelle Hausplanung – auch Architekturleistung genannt – und Typenhaus stehen sich als Bauoptionen gegenüber. Was ist individuelle Hausplanung genau? Das Bauen nach individuellem Bauplan hat zum Ziel, die Wohnwünsche und -bedürfnisse der Bauherrenfamilie detailgetreu zu erfüllen. Damit erreicht es, was kein noch zu gut geplantes Typenhaus vermag.

Bei einem Typen- oder Systemhaus handelt es sich um einen von der Hausbaufirma schon oft gebauten und bewährten Prototyp mit vorgegebenen Details wie Grundriss und Dachform. Eine Planung von Grund auf fällt daher nicht mehr an und die genormten Teile sind auf den Fertigungsprozess abgestimmt. Abänderungsmöglichkeiten sind oftmals minimal und mit Mehrkosten verbunden. Potenzielle Eigenheimbesitzer bevorzugen daher beim Neubau vielfach die freie Bauplanung mit mannigfachen Gestaltungsfreiheiten. Diese wird entlang von Fragen abgesteckt wie: Planen sie Familienzuwachs? – Ist ausreichend Platz vorhanden, um einen Lieblingsort für jeden Bewohner zu schaffen? – Wie sollen die Räume genutzt werden, wenn die Kinder aus dem Haus sind? – Wie das Haus gestalten, damit auch im Alter entspanntes Wohnen in ihm möglich ist? Auch spezielle Architekturdetails wie Türmchen, Erker oder eine integrierte Garage sind – sofern zugelassen vom örtlichen Bebauungsplan – bei der Bauplanung als Architektenhaus realisierbar.

Beim Bau eines Hauses muss sich in der heutigen Zeit jeder Bauherr an die Energieeinsparverordnung halten. Unter anderem schreibt die EnEV vor, wie viel Energie ein gebautes Objekt verbrauchen darf. Diese Zahl ist der Jahresprimärenergiebedarf und darf nicht überschritten werden. Angegeben wird diese Zahl in Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Natürlich differenziert die EnEV zwischen verschiedenen Häusergrößen. Ein kleiner Bungalow benötigt viel weniger Energie als eine ausladende und extravagante Stadtvilla. In der EnEV werden daher sogenannte Referenzgebäude aufgeführt. Sie berücksichtigen Faktoren wie zum Beispiel die Nutzfläche und die Geometrie einer Immobilie. Bauherren wählen sich aus der EnEV dann selbst das passende Referenzgebäude zu ihrem Eigenheim. Mit einer speziellen Rechenformel kann dann berechnet werden, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf der Immobilie sein wird.

Klinker

Klinkerfassaden sind ein Klassiker beim Hausbau, den bereits die alten Ägypter und Römer für das Errichten von Häusern verwendet haben. Und auch heute gibt es zahlreiche Bauwerke aus Klinker. Doch welche Vorteile und welche Nachteile hat dieser Baustoff?

Vorteile der Klinkerfassade
Die Vorteile einer Klinkerfassade überwiegen gegenüber den Nachteilen. Heutzutage wird Klinker häufig in einem sogenannten Wärmedämm-Verbundsystem eingesetzt, so dass beim Bau der Fassade gleich für die nötige Wärmedämmung gesorgt wird. Im Vergleich zu Kalksandsteinen oder Bimsbeton sind Klinkersteine viel stärker ausgebildet und nehmen Flüssigkeit nicht so schnell auf. Im Vergleich zu Ziegelsteinen nimmt Klinker wesentlich weniger Wasser auf, da die Poren des Steins kleiner sind, und er Feuchtigkeit nur in geringem Maße transportiert und speichert.

Klinkerfassade: Nachteile
Bei Niederschlägen bildet sich ein Feuchtigkeitsfilm auf der Fassade. Ist der Mörtel zwischen den Klinkersteinen porös, kann das Wasser durch die Fugen gedrückt werden und ins Wandinnere gelangen. Langfristig kann dies dazu führen, dass das gesamte Mauerwerk Schaden nimmt. Bei den Klinkersteinen selbst kommt es auf die Zusammensetzung sowie den Herstellungsprozess an, die die Eigenschaften und damit die Qualität des Baustoffs bestimmen.

Achten Sie also beim Kauf auf die Auswahl qualitativ hochwertiger Klinkersteine, damit sich Herstellungsschäden nicht zu Ihrem Nachteil auswirken. Dann werden Sie nicht nur eine optisch ansprechende Fassade bauen, sondern geben Ihrem Haus gleichzeitig auch einen Schutzmantel, der es vor Witterungseinflüssen schützt und und zum Energiesparen beiträgt.

Nicht jedes Haus verfügt über einen Kniestock, bei manchen Häusern setzt die Dachschräge auch bereits am Fußboden an. Kniestöcke finden sich an den auch Traufseiten genannten Längsseiten von Häusern. Der Begriff „Kniestock“ rührt daher, dass die statische Belastung des Dachgebälks auf der vertikal über die oberste Geschossdecke hinausragenden Außenwand ruht. Diese Belastung ähnelt der eines Knies.

Der Bauhausstil besitzt in Deutschland eine langjährige Tradition und erfreut   sich noch immer großer Beliebtheit. Schlichte Eleganz, oftmals kombiniert mit ausgefeilter Technik. Charakteristisch für diese Häuser ist die Funktionalität – auf Überflüssiges wird verzichtet und jeder Quadratmeter des Gebäudes wird sinnvoll genutzt. Eigenheime im Bauhausstil haben eine nüchtern-sachliche Ausstrahlung und wirken elegant und stilvoll. In diesem Baustil ist jeder Haustyp möglich, vom Bungalow, über eine Stadtvilla oder ein Einfamilienhaus.

Häuser im Bauhausstil sind zeitlos minimalistisch und mit einer schlichten Fassade ausgestattet. Durch farbliche Details setzt man oftmals besondere Akzente bei Bausteilen. Formen wie Kubus, Quader,   Quadrat und Dreieckwerden elegant miteinander kombiniert und wachsen zu einer Wohneinheit.Oftmals haben die einzelnen Quader verschiedene Farben. Bei anderen wiederum sind nur die vorspringenden Strukturen farbig abgesetzt. Ganz schlichte Eigenheime im Bauhausstil sind klassisch weiß oder haben höchstens noch farbliche Details auf der Fassade.

Ein Keller ist Fundament und Wohnraum zugleich. Die Kellerwände können traditionell Stein auf Stein gemauert oder aber aus Ortbeton gegossen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, den Keller aus Betonfertigelementen zu errichten. Wenn Sie sich für einen Fertigkeller entscheiden, sparen Sie viel Zeit und beschleunigen den Baufortschritt Ihres Eigenheims rapide.
Sind die Wände und die Kellerdecke fertiggestellt, folgen die Gewerke Kellerdämmung und Kellerabdichtung. Dabei ist entscheidend, wie Sie Ihr Untergeschoss später nutzen wollen: Eine sogenannte Perimeterdämmung, eine Wärmedämmung an den Kelleraußenwänden mit Erdberührung, ist nur bei einem Wohnkeller zwingend notwendig. Bei einem Nutzkeller, der sich als Lager- und Stauraum oder für die Unterbringung der Heizung und Lüftungstechnik anbietet, kann hingegen auf die Dämmung verzichtet werden. In diesem Fall müssen Sie jedoch zur thermischen Trennung von nicht beheizten Keller- und beheizten Wohnräumen in eine Kellerdeckendämmung investieren. Beachten Sie: Um den baurechtlichen Vorschriften für Wohnkeller zu genügen, muss eine entsprechende Raumhöhe gegeben sein! 2,30 Meter ist in den meisten Bundesländern die absolute Untergrenze. Ein Blick in die jeweilige Landesbauordnung gibt Ihnen Aufschluss, mit welcher lichten Raumhöhe Sie planen müssen, um die Zulassung als Wohnkeller zu erhalten

Die KfW ist die staatliche Förderbank. Beim Bauen, Kaufen oder Umbauen einer Immobilie können Sie von einem günstigen Kredit oder Zuschuss der KfW profitieren. Wer seine Immobilienfinanzierung mit einem KfW-Kredit oder Zuschuss kombiniert, spart oft erhebliche Zinskosten. Einige Banken geben auf KfW-Darlehen sogar noch zusätzliche Rabatte auf die angebotenen Zinsen.

Die KfW vergibt Darlehen zum Bauen und Sanieren nicht direkt, sondern durchleitende Kreditinstitute beantragen das Förderdarlehen. Diese Institute arbeiten mit Interhyp zusammen. Das bedeutet: Sie können ein KfW-Darlehen problemlos und ohne Zusatzaufwand bei Interhyp beantragen.

Von unseren Beratern erfahren Sie zum Beispiel die Zinssätze und sonstigen Konditionen für Ihre Baufinanzierung und KfW-Darlehen. Die Berater können beispielsweise darüber Auskunft geben, ob Möglichkeiten der Sondertilgung bei KfW-Darlehen bestehen, ob Sie einen Zuschuss zu den Kosten einer Baubegleitung beantragen können oder ob eventuelle Bearbeitungsgebühren bei Finanzierungslösungen anfallen könnten. Vor einem Beratungsgespräch zum KfW-Darlehen können Sie auch unsere Rechner nutzen – zum Beispiel um einen Einblick in das derzeitige Zinsniveau zu erhalten.

Neben den KfW-Darlehen für Bau- und Sanierungsmaßnahmen gibt es weitere KfW-Darlehen, zum Beispiel für Existenzgründer oder Studierende. Über diese Kredite können Sie sich direkt bei der KfW informieren.

Bei einem Landhaus handelt es sich um ein Wohnhaus auf dem Land, umgeben von einer großzügigen Gartenfläche. Anfang des 19. Jahrhunderts diente das Landhaus wohlhabenden Gesellschaftsschichten als Ferienhaus in den Sommermonaten. Es wurde meist in der Umgebung größerer Städte für eine wohlhabende Familie mit ihrer Dienerschaft als Zweitwohnsitz errichtet. Mit der Verstädterung der Randgemeinden entwickelte sich das Landhaus zur Villa mit einem höheren repräsentativen Anspruch sowie der Möglichkeit zum ganzjährigen Wohnen weiter.

Jedoch versteht man dies in Norddeutschland jedoch anders als z. B. in Süddeutschland. In Norddeutschland kann ein Landhaus ein Walmdachbungalow mit Reetdach sein, im Allgäu ein Gebäude mit umlaufenden Holzbalkon. Hauptsächlich werden Fenster und Türen  aus Holz oder in Holzoptik verwendet. In aller Regel ist das Landhaus größer als das normale Einfamilienhaus und hat eine großzügige Grundrissgestaltung. Es ist freistehend gebaut und großzügig mit Holz ausgestattet.

Das Mansarddach verdankt seine Entwicklung sowohl Architekten als auch dem Finanzamt zu Kaisers Zeiten. Seinerzeit bemaß sich die Steuerlast für ein Gebäude unter anderem nach der Zahl der Vollgeschosse, Dachetagen kamen günstiger. Dank der hochgezogenen Seiten bildete das Mansarddach de facto ein vollwertiges Geschoss, ohne als solches berechnet zu werden. Weniger Schrägen und reichlich Platz – damit kompensiert ein Mansarddach auch heute noch seine höheren Baukosten.

 

N -         Nutzfläche

Der Unterschied zwischen Wohn- und Nutzfläche
Die Nutzfläche im Haus umfasst genutzte, jedoch nicht ausgebaute Räume wie Keller und Dachboden. Wurden diese ausgebaut, werden sie der Wohnfläche hinzugerechnet. Balkone gelten nach der DIN 277 zu 100 Prozent als Nutzfläche, nach der Wohnflächenverordnung (WoflV) werden sie zu einem Viertel auf die Wohnfläche angerechnet. Zur Wohnfläche gehören Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur sowie vergleichbare, beheizbare Räume. Bei Treppen und Heizungsräumen handelt es sich um Zweck- bzw. Verkehrsflächenflächen. Für die Flächenberechnung sind auch die Deckenhöhen relevant – Flächen mit einer Deckenhöhe von ein bis zwei Metern fließen zur Hälfte in die Berechnung ein. Eine Fläche mit weniger als einem Meter Deckenhöhe darf nicht berechnet werden.

In Deutschland ist es Pflicht, beim Kauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung einen Notar hinzuzuziehen. Ein Notar begleitet den Grundstückskauf, als auch den Hauskauf.  Vom Vorgespräch bis zum Prüfen des Grundbucheintrags sorgt er dafür, dass Ihr Kauf rechtsgültig ist. Der angehende Bauherr trägt die Kosten. Bei einer Finanzierung des Hausbaus bzw. Ihr Grundstück über einen Baukredit entstehen weitere Notarkosten durch die Grundschuldbestellung.

Die Höhe der Notarkosten ist gesetzlich geregelt und daher bei allen Notaren gleich. Die Notarkosten sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt. Der Notar muss diese genau abrechnen, darf also weder günstiger noch teurer sein. Der Betrag, den Sie bezahlen, ist vom Kaufpreis Ihrer Immobilie abhängig. Für Notar und Grundbucheintrag zusammen können Sie mit etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises rechnen.

 

 

Als Nettoraumfläche wird die Summe aller nutzbaren Flächen in einem Haus bezeichnet. Dazu zählen alle Flächen ohne Wände, Säulen und Ähnliches. Außerdem sind die Flächen für technische Installationen wie Heizung oder Maschinen sowie für den Verkehr innerhalb des Hauses mit inbegriffen.

Im Bebauungsplan kann die Bauweise als offene oder geschlossene Bauweise festgesetzt werden. In der offenen Bauweise werden die Gebäude mit seitlichem Grenzabstand als Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen errichtet. Die Länge der Hausformen darf höchstens 50 m betragen. Im Bebauungsplan können Flächen festgesetzt werden, auf denen nur Doppelhäuser, nur Hausgruppen oder nur zwei dieser Hausformen zulässig sind.

Das Pultdach ist eine ursprünglich auf Funktion ausgerichtete Dachform. Früher wurden Pultdächer vor allem für Nebengebäude, einfache Bauten, Produktions- oder Lagerstätten verwendet. In jüngerer Zeit etablierten sich Pultdächer aber auch im Eigenheimbau als schlichte, dabei reizvolle Variante. Die Dachfläche von Pultdächern liegt meist zur Wetterseite hin, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen. An der Sonnenseite lässt diese Dachform dem Haus Raum für große Lichtflächen.

Porenbeton (auch Gasbeton) ist ein hochporöser, mineralischer Baustoff mit geringer Dichte auf der Grundlage von Kalk-, Kalkzement- oder Zement­mörtel, der durch Blähen porosiert und grundsätzlich einer Dampfhärtung unterzogen wird. Die bekanntesten Marken sind Ytong und Hebel.

Weitere Informationen

Rauchmelder dienen zur Früherkennung von Bränden. Rauchmelder registrieren Brand- bzw. Rauchgas und schlagen Alarm, sobald eine gewisse (zumeist sehr geringe) Konzentration an Rauch registriert wird. Wenn es brennt, kann eine Rauchgasdurchzündung, auch als Rollover bezeichnet, schon nach drei bis vier Minuten erfolgen, aber beim Brand eines trockenen Christbaumes beispielsweise bereits nach einer Minutewerden auch an selbstschließende Feuerschutztüren eingesetzt, die betriebsbedingt offen stehen müssen, wie z.B. in Krankenhäusern oder in Fabrikationsgebäuden. Im Brandfall gibt der Rauchmelder ein Signal an ein Steuergerät, welches den Stromkreislauf zu den Magneten unterbricht; die Türen schließen sich damit selbsttätig. Unerlässlich sind Rauchmelder bei Türen in innenliegenden Brandwänden.

Reet ist das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Schilfrohr, das vielerorts in getrocknetem Zustand zur Dacheindeckung verwendet wird. Die Reetdachdeckerei gilt als eine der ältesten Handwerkstechniken beim Hausbau. Reetdächer gibt es im gesamten nord- und mitteleuropäischen Raum wie beispielsweise Niederlande, England, Dänemark oder Frankreich. Aber auch in Asien und Afrika findet man dieses Material bei der Dacheindeckung. In Deutschland findet man Reetdächer vor allem in nördlichen Regionen. Ein Reetdach hält im Durchschnitt 30 bis 50 Jahre.

Reetdachdecker ist ein eigener Lehrberuf - ein Dach mit Reet eindecken kann also nicht jeder Dachdecker. Das Reet wird bündelweise auf dem Dach befestigt. Man unterscheidet gebundene Deckung, genähte Deckung und geschraubte Deckung. Wichtige Hilfsmittel des Reetdachdeckers sind Deckstuhl und Klopfbrett.

Reetdächer sind, vor allem im Hochsommer, feuergefährdet, wenn sie von der Sonnenbestrahlung ausgetrocknet sind. Aber auch das Silvesterfeuerwerk stellt eine Gefahr dar. So müssen in den meisten Bundesländern bei einem reetgedeckten Haus besondere Grenzabstände eingehalten werden. Durch spezielle feuerhemmende Produkte läßt sich der Entflammungspunkt von Reetdächern erhöhen. Als Folge von Funkenflug sollen die Chancen für das Ausbrechen eines Feuers dann kaum höher liegen, als bei einem Pfannendach.  Aufgrund der gegenüber einem Hartdach erheblich höheren Brandgefahr sind die Prämien für Feuerversicherungen bei traditionell reetgedeckten Häusern höher.


Das Satteldach ist die am häufigsten verbreitete Dachform. Dabei handelt es sich um eine zeitlose Konstruktion, die sich – als Sparren- oder Pfettendach ausgebildet – sowohl architektonisch wie auch konstruktiv bewährt hat. Zu den zahlreichen Varianten zählen Satteldächer mit gleichen oder unterschiedlichen Dachneigungen bzw. Traufhöhen.

 

Eine Stadtvilla ist ein größeres, freistehendes, repräsentatives und von einem Garten umgebenes Privathaus. In den letzten Jahren erfreut sich der Haustyp großer Beliebtheit. Gut eignet sich eine Stadtvilla für Familien mit Kindern. Stadtvillen sind oft zweigeschossig und haben einen quadratischen Grundriss. Als Dachformen beliebt sind Flachdach, Zeltdach oder ein Pultdach mit geringer Neigung, um einschränkende Dachschrägen zu vermeiden.

Wohnkomfort steht bei einer Stadtvilla an erster Stelle. Dieser Haustyp zeichnet sich durch großzügige Raumaufteilungen, bodentiefe Fenster und lichtdurchflutete Räume aus.

Vom Stil her ist eine Stadtvilla nicht festgelegt. Grundsätzlich können Stadtvillen in allen denkbaren Baustilen errichtet werden. So kann man eine moderne Stadtvilla bauen mit kubischen Formen, aber auch traditionelle Stadtvillen im Landhausstil oder mit mediterranem Flair.

Ein Typenhaus ist in der Regel ein Haus, das in Form und Grundriss vom Anbieter vorgegeben wird und die durch diverse Extras wie z.B. Wintergarten oder Erker individuell gestaltet werden können.

Bei einem Typenhaus spart der Käufer den Architekten, weshalb solche Häuser im Vergleich zu einem Architektenhaus normalerweise günstiger sind. Typenhäuser besitzen meist einen Festpreis, der sich jedoch den individuellen Wünschen der Bauherren anpasst. Auch bieten Anbieter von Typenhäusern für einen Haustyp häufig auch mehrere Grundrissvarianten an, so dass selten ein Typenhaus dem anderen exakt gleicht. Hinzu kommt, dass es den Haustyp oft auch in den verschiedensten Größen gibt.

Vom Begriff "Typenhaus" sollte man sich daher nicht abschrecken lassen, zumal auch bei der Fassadengestaltung und der Innenausstattung genügend Freiraum für Individualität besteht. Nicht verwechselt werden dürfen Typenhäuser mit Haustypen.
 
Auch bei hebelHAUS findet man viele im Hausfinder viele Typenhäuser zur Anregung.

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), was gibt er an?
Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) drückt aus, welche Energiemenge je Grad Temperaturunterschied über die Fläche von einem Quadratmeter eines festen Bauteils verloren geht

Dem Wärmedämmwert liegen vor allem die Dicke und Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Materialien zugrunde, aber auch die Konvektion und Wärmestrahlung an der Oberfläche. Als Faustregel gilt: Umso geringer der U-Wert, desto besser die Dämmung. Das Energie- bzw. Wärmeschutzverhalten von einem Haus lässt sich ablesen an thermischen Eigenschaften wie den U-Werten für Fenster, Türen sowie Baustoffe wie Holz, Glas und Aluminium.


Als Vollgeschoss wird nach § 20 Abs. 1 der Baunutzungsverordnung (BauNVO) ein Geschoss eingeordnet, das nach den landesrechtlichen Bestimmungen als solches gilt. Vollgeschosse schließen sämtliche Räume auf einer horizontalen Zugangsebene mit ein, Höhenunterschiede können innerhalb dieser enthalten sein.

Die Definition des Vollgeschosses nach der jeweiligen Landesbauordnung ist von Bedeutung bei der Ermittlung der Geschosszahlen und Geschossflächenzahlen (BauNVO §§ 18 und 20). Auch ist sie der Maßstab bei der Einstufung eines Hauses hinsichtlich der Anforderungen an seinen Brandschutz sowie an Treppen, Treppenräume und Aufzüge. Entsprechend BauNVO § 17 richtet sich das zulässige Maß der baulichen Nutzung unter anderem nach der erlaubten Zahl der Vollgeschosse. Eckpunkte der Definition für Vollgeschoss sind die mittlere Mindestraumhöhe (auch mittlere Mindestgeschosshöhe oder lichte Raumhöhe), das Größenverhältnis zu darunterliegenden Geschossen sowie die Lage zum Terrain. Leider weichen die Vorschriften für Vollgeschosse in den einzelnen Landesbauordnungen noch erheblich voneinander ab. Einzig die Bayerische Bauordnung vom 14.08.2007 (BayBO) enthält keine Vollgeschossdefinition mehr.

Wetterschutz an allen vier Seiten – das Walmdach ist sozusagen ein „Hut fürs Haus“. Wegen dieser Eigenschaft findet es sich schon seit Jahrhunderten hauptsächlich auf freistehenden Häusern. Gerne werden bei Walmdächern auch Gauben eingesetzt, das bringt zusätzlichen Platz im Dachgeschoss.

 

Die Nutzfläche im Haus umfasst genutzte, jedoch nicht ausgebaute Räume wie Keller und Dachboden. Wurden diese ausgebaut, werden sie der Wohnfläche hinzugerechnet. Balkone gelten nach der DIN 277 zu 100 Prozent als Nutzfläche, nach der Wohnflächenverordnung (WoflV) werden sie zu einem Viertel auf die Wohnfläche angerechnet. Zur Wohnfläche gehören Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur sowie vergleichbare, beheizbare Räume. Bei Treppen und Heizungsräumen handelt es sich um Zweck- bzw. Verkehrsflächenflächen. Für die Flächenberechnung sind auch die Deckenhöhen relevant – Flächen mit einer Deckenhöhe von ein bis zwei Metern fließen zur Hälfte in die Berechnung ein. Eine Fläche mit weniger als einem Meter Deckenhöhe darf nicht berechnet werden.

Wohn- und Nutzflächenberechnung nach DIN oder Wohnflächenverordnung
Eine korrekte und verständliche Wohn- und Nutzflächenberechnung ist wichtig, um vor dem Hausbau oder Hauskauf einen Überblick über die gegebenen Wohn- bzw. Nutzflächen zu erhalten. Bestimmte Vorgaben an die Flächenberechnung sollen dies sicherstellen. Für öffentlich geförderte Wohnungen und Eigenheime wie das Einfamilienhaus ist die Flächenberechnung nach der Wohnflächenverordnung verpflichtend (siehe Bundesgesetzblatt, Jahrgang 2003, Teil I, S. 2346ff). Frei finanzierte und zur Vermietung bestimmte Immobilien wie ein Mehrfamilienhaus können Wahlweise nach der WoflV oder der DIN 277 gerechnet werden. Jedoch werden in der DIN-Norm keine Wohn- sondern lediglich Verkehrs- und Nutzflächen ermittelt. Bei der Wohnflächenberechnung nicht zur Anwendung kommen sollte die bereits vor 20 Jahren vom Deutschen Institut für Normung zurückgezogene DIN 283. Wendet man beide Berechnungsarten auf dasselbe Einfamilienhaus an, lässt sich ein Unterschied von gut und gerne 20 Quadratmetern feststellen. Allein Flächenangaben auf derselben Berechnungsgrundlage bieten beim Häuservergleich eine geeignete Vergleichsbasis. Diese sollte im Kauf- oder Bauvertrag verbindlich festgelegt werden.

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) besteht aus mehreren Komponenten und kann sowohl für die energetische Sanierung von Altbauten als auch im Neubau eingesetzt werden.

Alle Bestandteile sind perfekt aufeinander abgestimmt, und trotzdem ist der Aufbau von WDVS recht simpel: Die Dämmplatten werden je nach lokalen Gegebenheiten direkt auf den Putz angebracht, mit Dübeln oder mit Schienen befestigt.

Darauf folgt eine Schicht Armierungsmörtel, in den ein Glasfasergewebe eingearbeitet wird. Dieses verhindert, dass aufgrund des langsameren Abkühlens des Verputzes im Vergleich zum Untergrund Risse entstehen, indem es die Spannung flächig verteilt. Zuletzt wird Außenputz aufgetragen. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei deshalb auf die Detailanschlüsse wie z. B. Fensterbänke oder Abwasserrinnen gelegt werden. Die Montage durch einen Fachmann ist daher sehr zu empfehlen.

Die Xella Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt Baustoffe und Dämmstoffe. Mit den Marken Ytong, Silka und Hebel gehört Xella zu den weltweit größten Herstellern von Porenbeton und Kalksandstein. Die Marke Multipor steht für nicht brennbare mineralische Dämmplatten und mit Ursa ist Xella einer der führenden Hersteller von Dämmstoffen in Europa. Das Unternehmen ist mit 99 Werken in mehr als 30 Ländern präsent. 

Die Xella Gruppe bündelt die Kompetenzen und das Know-how ihrer Produktmarken Ytong, Silka, Multipor, Hebel und Ursa und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Als eines der wenigen europäischen Unternehmen der Baustoffindustrie betreibt Xella ein eigenes Technologie- und Forschungszentrum mit den drei Fachbereichen Produkt- und Prozessforschung, Anwendungsforschung und Bauphysik. Produkte von Xella sind sowohl in der Herstellung als auch in der Anwendung nachhaltig und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Bau energieeffizienter, qualitativ hochwertiger Gebäude und somit zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Für ihre umweltschonenden Eigenschaften haben die Produkte bereits zahlreiche Auszeichnungen und Zertifikate erhalten.

Das Zeltdach ist eine relativ seltene Dachform, da es nur auf einem quadratischen oder annähernd quadratischen Grundriss errichtet werden kann. Bei dieser Dachform ist die Symmetrie nach allen Seiten das beherrschende Element: klare und bestimmende Formen und Linien, die in einem Firstpunkt enden. Steile Zeltdächer sieht man oft auf Kirchtürmen, wo sie wie Fingerzeige in den Himmel wirken.